Die enge Pforte
Es schließt die Person nicht aus; es verhindert den Durchgang dessen, was sich weigert, den Thron zu verlassen.
Die Pforte ist eng durch Entsprechung.
Ein Schlüssel öffnet nicht durch Gewalt. Er öffnet, weil seine Form mit dem Schloss übereinstimmt.
Die Trennung kann nicht in die Einheit eintreten, während sie ihren Anspruch auf absolute Unabhängigkeit bewahrt.
Die Lüge kann nicht in die Wahrheit eintreten, ohne offengelegt zu werden.
Der Herrschaftswille kann nicht in das Reich eintreten, während er die falsche Krone trägt, mit der er über andere Leben herrschen wollte.
Was er vor der Pforte ablegt, ist nicht die Innere Krone, sondern ihre Umkehrung. Die enge Pforte nimmt den äußeren Vorzug zurück und öffnet die Krönung, die jedem Bewusstsein Autorität über seine eigene Form zurückgibt.
Die Pforte verlangt nicht, die Person zu zerstören.
Sie verlangt, dass sie aufhört, sich als Ganzheit auszugeben.
Sie bittet dich nicht, den Körper, den Namen, die Bindungen oder die Verantwortungen aufzugeben.
Sie bittet dich, das loszulassen, was du aus ihnen gefertigt hast, um dich über deine Brüder zu stellen.
Du kannst nicht hindurchgehen, indem du dich zum alleinigen Herrn der Wahrheit erklärst.
Du kannst nicht hindurchgehen, verwandelt in einen Auserwählten, vor dem sich die anderen verneigen müssen.
Du kannst nicht hindurchgehen, solange du Gehorsam brauchst, um deine Sendung zu bestätigen.
Du kannst nicht hindurchgehen, während du den Schaden trägst, den du dich weigerst anzuerkennen und wiedergutzumachen.
Das Maß der Pforte ist das Lamm: eine Kraft, die treu bleibt, ohne die Form des Verschlingers anzunehmen.
Um hindurchzugehen:
Du entleerst dich der falschen Ganzheit.
Du trittst in die Gegenwart ein.
Du erinnerst dich an das, was dir vorausgeht.
Du erkennst jenes Leben in dir und im anderen.
Du übergibst den Willen dem Dienst.
Du verkörperst durch ein Werk.
Du hörst auf die Frucht.
Die Pforte fragt nicht, welche Titel du mitbringst.
Sie fragt, was du bereit bist, nicht mehr zu beherrschen.